Die Lehrer
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Wir hatten von Anfang an das Ziel ein möglichst breites Spektrum der Kultur dieses Landes zu zeigen, sind aber sehr bald auf Probleme gestoßen, die entstanden, weil Beziehungen hier in Guinea nach Regeln funktionierten, die wir erst lernen mussten.
Am mächtigsten war das Prinzip, daß die ersten Kontakte nachhaltig und geschützt sind. Das heißt, wir werden immer mit den Menschen zusammenarbeiten, mit denen wir angefangen haben, und ihnen auch besondere Rechte zubilligen, sonst würden wir sie beleidigen. Dennoch haben wir immer wieder versucht, andere Künstler einzuladen und zu beschäftigen, wenn welche aus der “Stammcrew” verhindert waren, was immer wieder vorkommt, da alle Künstler, die bei uns arbeiten auch aktiv sind; d.h. sie arbeiten in irgendeinem Ballet (hiesige Bezeichnung für musikalisch, tänzerische Formation).
Unser Schwerpunkt bei der Auswahl der Lehrer liegt bei den “Alten”, d.h. denjenigen, die schon seit vielen Jahren in ihrem Beruf beschäftigt sind.
Das hat einige Gründe:
ihre Reife und Zuverlässigkeit
ihr verantwortungsvoller Umgang mit “Schülern”
ihr Wissen und ihr “Erlebt-haben” der Musik und deren Eingebettetsein in den Lebensablauf, dort, wo sie geboren wurden, was meist auf dem Dorf war. Selbst wenn sie im Laufe der Jahre viel davon vergessen haben, ist es dennoch irgendwo in ihnen sehr lebendig.
Zum Lesen der Texte bitte auf die Balken klicken.
Numodi Keita

Mit ihm fing alles an, und endete leider allzu schnell. Er war der Trommler, mit dem wir unser erstes Workshop-Jahr in Guinea verbrachten. Wir möchten ihn nicht in Vergessenheit geraten lassen. Er war der legendäre 1. Solist der Formation "les percussions de guinée", die die Kunst des Trommelns auf höchstem Niveau praktizierten.
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Davor war er Djembe Solist zusammen mit mit Famoudou Konate im Nationalballet "Les Ballets africains".
Koungbanan Condé

Koungbanan Condé ist ein erfahrener Lehrer. Meiner Meinung nach der beste in Guinea. Er schafft es in einer Gruppe von Schülern jeden einzelnen ganz allmählich an seine Grenze heranzuführen, um dann etwas anzubieten, was darüber hinausgeht. Und am nächsten Tag weiss er noch genau, was er mit jedem einzelnen gemacht hat. Er ist Spezialist für die Bass Trommel Sangban und die Djembe und verbreitet sein Können mit viel Witz und Charme. Er war Sangban Spieler in der Formation "les percussions de Guinée" , und davor im Nationalballet "Les ballets africains".
Manana Cissé

Manana Cissé, seit ihrer Kindheit beim Nationalballet "Les Ballets africaines" , hat praktisch ihr ganzes Leben tanzend verbracht. Sie war immer mit Leib und Seele Tänzerin, gibt ihr Können auch sehr bereitwillig und engagiert weiter, bedient sich dabei aber der didaktischen Hilfe ihres Sohnes Mohamed Cissé.
Lancei Kante

Lancei Kanté ist versierter Spezialist für die Basstrommeln. Er spielte bei der Formation "les percussions de Guinée" und beim Nationalballet "les ballets africaines" das 3er Bass-Set. Er ist sehr genau in dem, was er weitergibt, bisweilen sogar streng und pedantisch, aber er weiss sehr genau, was er tut und warum - er spielt seine Musik, so wie es für ihn genau richtig ist. Für ihn war der Verlust von Numodi Keita besonders hart, weil beide aus derselben Gegend stammten (also denselben musikalischen Dialekt sprachen), jahrzentelang miteinander Musik gemacht hatten, und das auf einem hohen Niveau. Lancei sagt; "Es gibt jetzt niemanden mehr, der mir folgen kann und dem ich folgen kann. Niemanden mit dem ich mich so gut verstehe.
Mansa Camio

Ihn treffen wir spätestens auf unserem Trip nach Baro in Oberguinea, dem Zentrum der Malinke Kultur. Er ist der Dorf und Cheftrommler in Baro, einem recht grossen Dorf in der von den Malinke bewohnten Region "Gberedou". Er hat über die Jahre ein Workshopzentrum in seinem Dorf errichtet, in dem wir einen Woche mit ihm, seiner Familie und seinen Trommlern verbringen werden. Er ist eine unerschöpfliche Quelle für Geschichten und Anekdoten aus seiner Kultur. Er weiss noch wozu etwas gespielt wird und warum, und er weiss was die Trommeln sprechen.
Mansa Camio, bürgerlicher Name Mamoudou Camara, wurde am 22.3.1954 als zweitältester Sohn in einer Familie der Schmiede geboren. Die Schmiede, sind eine machtvoller Clan, da sie die Werkzeuge herstellen, die andere für ihre Arbeit brauchen; sie sind aber auch die Trommelbauer, Trommler und Medizinmänner (Fetischeure). Mansa begann im Alter von 4 Jahren zu trommeln, erlernte aber ersteinmal das Schmiede Handwerk. Nach einem längeren Aufenthalt in Abidjan / Elfenbeinküste kehrte er in seine Heimat zurück und lebt seitdem in Baro.
Mamady Kourouma

Einer der ganz "alten Hasen" des Ballets africains. Einer von denen, die bei der Gründung dabei waren. Er tanzt praktisch sein ganzes Leben lang. Mal so:

und mal so:

Famoudou Konaté

Dass Meistertrommler Famoudou Konaté an vierter Stelle, hat nichts mit seinem Können zu tun. Für mich ist er der musikalischste Djembé Spieler überhaupt. Er steht weiter unten, weil er nicht fest im Projekt Tamana integriert ist. Er hat seinen eigenen Workshop Platz, ca. 500m von unserem entfernt. Er ist sehr beschäftigt, aber wenn es irgendwie geht, bekomme ich ihn meistens dazu, wenigstens an einem Tag bei uns zu unterrichten.
Seine Homepage http://www.famoudoukonate.com/
Namory (Yan) Keita

viele andere
Immer auf der Suche nach Trommlern, die vielleicht nicht so bekannt sind, aber dazu beitragen können, dass wir erfahren und erleben, dass jeder Trommler auf seine ganz eigene Art und Weise seine Kunst praktiziert.
Alle Workshops wurden zusätzlich von anderen Trommlern begleitet wie:
Gbanworo Keita (ballets africains) — Trommler
Masta Mo — Trommler
Ibro, Fode, Diarra und Billy Konate (Söhne von Famoudou Konate) — Trommler
Fanta Kaba (ballets africains) — Tänzerin
Mayeni Camara (ballets africains) — Tänzerin
Marie Camara (ballets africains) — Tänzerin
Bolokada Konde— Trommler
Die neue Generation
"Keita"
Der Mann mit der besten Verbindung zur Tradition. Lieder und Geschichten. Ein Nachbar und Freund mit einem enormen Gedächtnis. Das einzige Problem. Sowohl sein Englisch als auch sei Französisch sind schwer zu verstehen — aber, wenn er über seine Kultur spricht, wird er selbst von seinen eigenen Leuten nicht immer sofort verstanden.
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Fränki B. Frank

Erfahren, und willig zum Informationsaustausch.
Betreuung - falls erwünscht.
"Mädchen" für Alles.
Zum auseinanderbröseln von Rhythmen.
Zum Aufschreiben der Rhythmen, der Lieder.
Zum Filmen der Ausflüge, Feste und Tänze.
Und...........natürlich der ganze Rest..................
Was ich sonst so mache? www.rhythmos.de
- http://www.tamana.de/assets/Tamana-in-den-Hof.jpg


